Kalenderblatt 4. Juni

„Im Juni viel Donner bringt einen trüben Sommer.“ „Im Juni ein Gewitterschauer macht das Herz gar froh dem Bauer.“   Das scheinen auf dem ersten Blick nun widersprüchliche Bauernregeln zu sein. Auf der einen Seite soll ein Gewitter gut sein, auf der anderen Seite einen trüben Sommer bringen. Wir müssen unterscheiden: Ist der Juni an sich sonnig und warm bis heiß und bringt er ab und zu ein Wärmegewitter als Regenguss, dann ist das nach der Bauernregel gut. Handelt es sich jedoch um eine Wetterlage, die viele Gewitter begünstigt, soll(te) das ein Zeichen eines insgesamt unbeständigen Sommers sein. Das wäre dann, rein auf die Landwirtschaft bezogen, nicht so rosig – vor allem wenn es zur Erntezeit im Hochsommer immer wieder regnet. Schaut man sich die aktuelle Entwicklung der Wettermodelle an, dann wird definitiv letztes zutreffen…

Kurzer Modell-Check

Wie soll man nun die kommende Wetterlage beschreiben? Auf der einen Seite ist eine regionale Vorhersage bei gewissen Gewitterlagen kaum möglich, auf der anderen Seite ist die Wetterlage eindeutig: Umstellung auf feucht-warm. Auch wenn über das Wochenende ein Hauch von Schafskälte kommt, bleibt es mittel- und langfristig warm und oft schwül. Dazu wird es immer wieder Regen geben. Mal gibt es diesen Regen in Form von Schauern und Gewittern, mal in der Form von Landregen – wichtig ist: Es wird immer wieder regnen. Auch wenn es in den ersten Tagen nicht überall gleichmäßig regnet. Über die vielen Tage und möglicherweise auch Wochen wird sich das gut verteilen und der Regen kann, von wenigen Starkregenereignissen punktuell mal abgesehen, sich schon in den Boden arbeiten und nach und nach die Trockenheit lindern und mit etwas Glück sogar besiegen. Dazu muss es aber wiederholt und viel regnen. Die Trends geben das gerade her. Richtig niederschlagsreich kann es vor allem Richtung Mitte Juni werden, wenn die Temperaturen höher liegen und viele langsam ziehende Schauer und Gewitter im Spiel sind. Eine beständige Sonnen- oder gar trockene Hitzephase ist nicht in Sicht.