Kalenderblatt 1. April 2020

„Aprilwetter und Kartenglück wechseln jeden Augenblick.“   Das ist wohl eine der berühmtesten Regeln für den April. Hierbei handelt es sich um das klassische April-Wetter. Kommt es zu kräftigen Polarluftvorstößen mit feuchter Luft, folgt „April-Wetter“. Die Luftmasse ist einerseits so kalt, dass es bis ganz runter schneien kann, andererseits hat, abseits der Schauer, die Sonne so viel Kraft, dass sie das Land erwärmt. Dadurch kommen diese großen Unterschiede zustande: Scheint die Sonne und erwärmt sich die Luft, sind es beispielsweise 10 Grad plus, zieht dann ein Schauer durch, kühlt sich die Luft auf um die null Grad ab und es folgen Schnee und Graupel. Der April hat seinen Schrecken seit den 1990er Jahren verloren und ist vor allem seit den 2000er Jahren oft schon zu einem Frühsommer-Monat geworden. Den letzten „kühlen April“, das so einigermaßen das alte Klimamittel von 1961-90 erreichte, stammt vom April 2001. Das April-Mittel hat sich in den vergangenen 30 Jahren von 7,4 auf 8,9 Grad erhöht. Das klassische April-Wetter von einst ist seltener geworden. Damit entwickelt sich der zweite meteorologische Frühlings-Monat weg von seinem verwegenen Ruf aus der Kleinen Eiszeit und schmiegt sich an die Wärme des Mittelalterlichen Wärmeoptimums an…

Kurzer Modell-Check

Ab dem Wochenende bricht der Frühling mit Macht durch. Sonnenschein und deutlich höhere Temperaturen machen den letzten Winter-Allüren dieser Tage den Garaus. Dazu verschwindet größtenteils der Nachtfrost und wir werden erst einmal viel Sonne kriegen. Erst um und nach dem 10. April kommt es wieder zu ersten nennenswerten Modell-Läufen, die Regen zeigen. Regen, den die Natur dringend gebrauchen kann. Die letzten Berechnungen zeigten auch keine Abstürze mehr – also alles ohne Schnee. Erst mit dem letzten Lauf vom Dienstag gibt es eine einzige Berechnung, die die Kälte wie derzeit zurückbringen würde. Der große Rest bleibt einheitlich warm, wenn auch dann eben zunehmend wechselhaft.