Kurzer Modell-Check

Jetzt wird es wirklich spannend in der erweiterten Mittelfrist. Ich bin mal die Gruselsommer durchgegangen aus den 1980er und 1970er Jahren und den kalten Sommern aus den 1990er Jahren. Die hatten alle eine ähnliche Wetterlage wie die, die sich derzeit für Anfang Juni andeutet. Und laut Ivo, mit dem ich am Mittwochabend telefoniert hatte, sollten wir die Sommerprognose „nach unten korrigieren“ – sinngemäß. Mal abwarten – wir schauen uns das die Tage ausführlich an.

Kommen wir auf die aktuelle Entwicklung zu sprechen. Hier endet der erste kurze und markante Wärmeschub des Sommerhalbjahres 2020 mit Regen, Gewittern und Wind, vor allem aber endlich mit Regen. Die Natur bekommt einen kleinen Guss. Viele Regionen können jeden Tropfen gebrauchen. Nach dem Ausreißer-Lauf des europäischen ECMWF-Modells soll im Westen kaum was fallen, in der Osthälfte zwischen 20 und 40 Liter in den kommenden 10 Tagen. Das amerikanische GFS-Modell, das gerne etwas mehr zeigt als kommt, wäre von den Regenfällen her großzügiger, weil es einfach eine andere Wetterlage berechnet:
Nach einer markanten Abkühlung am Wochenende geht es in der kommenden Woche langsam wieder aufwärts. So ganz schauer- und gewitterfrei bleiben wir aber nicht. Die Temperaturen steigen bis zum letzten Mai-Wochenende wieder an. Die 30 Grad-Marke könnten wir auch abseits der „Wüstenstation Lingen“ bekommen. Während der Hauptlauf des ECMWF dann eine Hitzewelle mit 30 Grad plus x sieht, tendiert der Hauptlauf des GFS zu einer kühlen Nordwestlage. Und wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte: Beide Modellfamilien sind sich hinter den Kulissen einig: Normales Frühsommerwetter soll kommen – mehr dazu im aktuellen 7 bis 10 Tage-Trend auf meinem YouTube-Kanal…